Die Planungen zur S4 auf der Bahnstrecke Lübeck-HH

Dr.Bernd Buchholz:"Es ist eine vordringliche Aufgabe, den Bau der S4 in der kommenden Legislaturperiode durchzusetzen."
Dr.Bernd Buchholz:"Es ist eine vordringliche Aufgabe, den Bau der S4 in der kommenden Legislaturperiode durchzusetzen."
Anita Klahn, MdL und Direktkandidatin für den Wahlkreis Stormarn Nord:"Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Taktung der Regionalexpress-Züge zwischen Lübeck und Hamburg verbessert wird." Links:Dr. Wieland Schinnenburg, rechts: Julia L. Winkelmann
Anita Klahn, MdL und Direktkandidatin für den Wahlkreis Stormarn Nord:"Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Taktung der Regionalexpress-Züge zwischen Lübeck und Hamburg verbessert wird." Links:Dr. Wieland Schinnenburg, rechts: Julia L. Winkelmann

Die Strecke Hamburg – Lübeck ist eine der am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands – und mit der Fertigstellung der festen Fehmarnbelt-Querung werden die Verkehre noch einmal deutlich zunehmen. Entlastung soll der Neubau der S 4-Strecke zwischen Ahrensburg und Hamburg schaffen - was dies für die Pendler aus dem Raum Bad Oldesloe / Nordstormarn bedeutet, diskutierten jetzt FDP-Politiker aus Stormarn und Hamburg mit einem fachkundigen Publikum in Bad Oldesloe.

 

Der Hamburger FDP-Bürgerschaftsabgeordnete und Verkehrsexperte Dr. Wieland Schinnenburg erläuterte in seinem Impulsbeitrag die Dringlichkeit des Projekts. Dabei kritisierte er die Landesregierungen in Hamburg und Kiel und die Deutsche Bahn hinsichtlich des Planungstandes deutlich: "Ein Baubeginn steht noch nicht fest, aufgrund der schlampigen Arbeit der Landesregierungen in Hamburg und Kiel ist die S 4 bisher nur als „potentieller Bedarf“ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen", so Schinnenburg, "und die Kosten explodieren: 2013 lagen die Schätzungen noch bei 350 Millionen, inzwischen bei weit über einer Milliarde Euro". Diese Unklarheiten führten dazu, dass die S 4 im Bundesverkehrswegeplan immer noch nicht als "Vordringlicher Bedarf" eingestuft sei - dies sei aber eine unerlässliche Voraussetzung für die Realisierung des Projekts. So sei auch noch vollkommen unklar, in welcher Höhe sich der Bund beteiligen wird, ohne den die S 4 aber nicht finanzierbar sei. Hier hakte der FDP-Bundestagskandidat Dr. Bernd Buchholz aus Ahrensburg ein: Ein entscheidender Faktor sei die Fertigplanung der Festen Fehmarnbelt-Querung. Sobald dieses Projekt gesichert sei, werde die S 4 zum vordringlichen Bedarf hochgestuft und mit Bundesmitteln realisiert werden. Es sei eine vordringliche Aufgabe, dies in der kommenden Legislaturperiode durchzusetzen.

 

Die Oldesloer FDP-Landtagsabgeordnete Anita Klahn mahnte an, dass der Zugverkehr auch für Menschen aus Bad Oldesloe und dem Raum Nordstormarn attraktiver werden müsse. Für diese würde die S 4 nämlich keine Verbesserungen bei den S-Bahn-Verbindungen nach Hamburg bringen: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Taktung der Regionalexpress-Züge zwischen Lübeck und Hamburg verbessert wird". Politisch vorangetrieben werden müsse zudem die Aufnahme Lübecks in den HVV: "Die derzeitige Situation, dass der HVV nur bis Reinfeld reicht, führt dazu, dass zahlreiche Lübecker Pendler mit dem Wagen zum Reinfelder Bahnhof fahren, wo gar nicht so viele Parkplätze zur Verfügung stehen. Da muss eine Lösung her", so Klahn.