Gesundheitsministerium informiert zu Coronavirus und Grippe

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KIEL. Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein informiert wiederkehrend zum Stand in Bezug auf das Coronavirus und Grippe, (Stand: 02.03., 16:00 Uhr)

Coronavirus: Bisher gibt es in Schleswig-Holstein (02.03.2020, 16:00 Uhr) weiterhin drei bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion wie mitgeteilt (Kreis Segeberg, Lübeck und Kreis Herzogtum Lauenburg) – es wird informiert, wenn weitere positive Fälle bestätigt sind. Das Gesundheitsministerium hat heute erneut im Sozialausschuss zur aktuellen Situ- ation berichtet. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg und Infektionsschutzreferentin Dr. Anne Marcic erläuterten dabei auch das Vorgehen nach dem Pandemieplan Schleswig- Holstein bei einem solchen Geschehen:

Gesundheitsminister Garg betont: „In der derzeitigen Phase verfolgen wir weiterhin die Strategie der Eindämmung mit den Gesundheitsbehörden vor Ort. Der interne Leitungs- stab koordiniert und kommuniziert dabei fortlaufend die aktuellen Erkenntnisse, unter an- derem des Robert Koch-Instituts an die Gesundheitsämter vor Ort. Ich möchte ausdrück- lich den Beteiligten danken, die dabei sehr engagiert mitarbeiten. Auch jeder einzelne Mensch kann helfen, eine Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Hand-Hygiene und Hustenetikette tragen dazu bei. Alle sollten der Situation mit der notwendigen Besonnen- heit begegnen.“ Im Moment zirkuliert das Virus noch nicht in Schleswig-Holstein.

Das Gesundheitsministerium empfiehlt bzw. erinnert an folgende Empfehlungen:

  • -  Weiterhin gilt die Empfehlung, sich bei Erkältungssymptomen telefonisch beim Hausarzt/ärztin oder außerhalb der Sprechzeiten unter 116 117 zu melden.

  • -  Aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden. Dies gilt insbesondere in Kranken- häusern, Arztpraxen und Unternehmen.

  • -  Personen über 60 Jahre sollten ihren Impfschutz auf Pneumokokken überprüfen und gegebenenfalls die von der ständigen Impfkommission empfohlene Standard- impfung nachholen. Diese wirkt nicht gegen das Coronavirus, aber sie kann potenti- ell schweren Krankheitsverläufen bei Doppelinfektionen vorbeugen. Nähere Info: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/ Impfen/Impfempfehlungen/_documents/Impfempfehlungen_60Plus.html

  • -  Nicht jeder Schnupfen sollte mit einem Arztbesuch verbunden werden: Die Ärzte- schaft riet in einer gemeinsamen Abstimmungsrunde im Ministerium, z. B erforderli- che Krankschreibungen für den Arbeitgeber telefonisch abzuklären.

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Derzeit in Arbeit befindliche Maßnahmen auf Landesebene:

  • -  Der Internationale Apothekerverband (FIP) hat angesichts der Coronavirus-Lage eine Übergangsleitlinie für Apotheker veröffentlicht mit Rezepturen zur Haut- und Händedesinfektion. In Abstimmung mit dem für die Überwachung der Herstellung von Arzneimitteln zuständigen Landesamt für soziale Dienste hat das Ministerium der Apothekerschaft Schleswig-Holstein angesichts der derzeitigen Lage die Zu- stimmung zur Eigenherstellung erteilt. Es wird darauf hingewiesen, dass Desinfekti- onsmittel sinnvoll für den Gesundheitsbereich sind und im Hausgebrauch der Be- völkerung eine gute Handhygiene/ Händewaschen ausreichend ist.

  • -  Die Kassenärztliche Vereinigung, die den Versorgungsauftrag im niedergelassenen Bereich hat, prüft derzeit, wie Tests noch effizienter gestaltet werden können – bei- spielsweise durch eine Stärkung der Anlaufpraxen oder eine Ausweitung der Fahr- dienste.

    Das Ministerium erinnert daran, dass die Informationen für die Fachöffentlichkeit regelmä- ßig auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts aktualisiert werden. Beispielsweise finden dort Ärztinnen und Ärzte die Informationen zum Verfahren der diagnostischen Ab- klärung bei Verdachtsfällen: www.rki.de/ncov Bürgerinnen und Bürger finden Informatio- nen auch zu Hygienetipps unter Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärunghttps://www.infektionsschutz.de/coronavirus-2019-ncov.html

    Die Risikogebiete finden Sie unter

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

    Informationen finden sich auch im Internetauftritt der Landesregierung:

    https://www.schleswig-holstein.de/coronavirus
    Bürgertelefon für Gesundheitsfragen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ser-

    vice/buergertelefon.html (zu Coronavirus: 030 / 346 465 100)

    Grippe (Influenza): Laut Meldedaten des Kompetenzzentrums meldepflichtiger Erkran- kungen in Schleswig-Holstein wurden in den vergangenen 4 Wochen (6.- 9. KW) bisher 1.568 Grippe-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet. In dieser Saison wurden bislang 2 To- desfälle in Zusammenhang mit der Influenza gemeldet. Für die 9. Kalenderwoche sind in- zwischen 406 nachgewiesene Fälle gemeldet worden. Schwerpunkte in Bezug auf die Ein- wohneranzahl sind der Kreis Pinneberg mit 84 gemeldeten Fällen in der 9. Kalenderwoche sowie die kreisfreie Stadt Kiel mit 63 Fällen. Veröffentlicht sind die Meldedaten unter: https://www.infmed.uni-kiel.de/de/epidemiologie/flush/INV

    Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl I Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein I Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 |
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