«Lernsommer» soll Schülern in der Corona-Krise helfen

 

Kiel (dpa/lno) - Lernen statt Feriengenuss pur? Nach wochenlangen Schulschließungen in der Corona-Krise sind Mädchen und Jungen in Schleswig-Holstein zum "Lernsommer 2020" eingeladen. "Wir fördern die Anschlussfähigkeit im neuen Schuljahr, stärken die Kompetenzen in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathematik, um entstandene Lernlücken zu schließen und legen zusätzlich Wert auf die Förderung der überfachlichen Kompetenzen beim gemeinsamen Lernen in Schule und an anderen Lernorten", sagte Ministerin Karin Prien (CDU) am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

Das Angebot richtet sich an Schüler der 1. bis 10. Klassen. Besonders im Blick seien Schüler mit Deutsch als Zweitsprache. "Spracherwerb und Sprachförderung sind besonders wichtig", sagte Prien. Gerade diese Kinder und Jugendlichen könnten häufig zuhause von den Eltern nicht so in der deutschen Sprache gefördert werden, wie sie es bräuchten. Der "Lernsommer" sei ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Er werde unter anderem durch ein besonderes freiwilliges Engagement der Lehrer getragen.

Von Schulen im ganzen Land werde es Angebote für Schüler vor allem in den Kernfächern geben, um ihnen einen guten Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen. Die Vorschläge von Schulen stimmten zuversichtlich, dass viele Lehrer in einem Teil der Sommerferien ihre Schüler unterstützen werden, sagte Prien. "Seit Dienstag liegt den Schulen unser Aufruf vor und wir haben schon über 30 Zusagen von Schulen bekommen, die bei dem Projekt mitmachen wollen." Es stehe allen Schülern offen, lege aber einen Fokus auf Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf. Die teilnehmenden Schulen sollen auf die Schüler zugehen, bei denen eine zusätzliche Förderung in den Sommerferien sinnvoll erscheint.

 

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