Ablenkungsgeplänkel statt verantwortungsvoller Kommunikation

Zu der Kritik der Landtagsabgeordneten Lukas Kilian, MdL (CDU) und Martin Habersaat, MdL (SPD) an der Impfpraxis in Stormarn sagt Anita Klahn, MdL und Kreisvorsitzende Stormarn:

 

Ablenkungsgeplänkel statt verantwortungsvoller Kommunikation

 

„Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet die beiden GroKo-Vertreter Lukas Kilian, MdL (CDU) und Martin Habersaat, MdL (SPD) der Landesregierung Schleswig-Holstein den Schwarzen Peter beim Impfen zuschieben wollen. Denn den Fehler, dass zu spät und zu knauserig zu wenig Impfstoff bestellt wurde, haben bekanntermaßen CDU und SPD im Bund und eine EU-Kommissionspräsidentin der CDU zu verantworten. Mich überrascht daher, dass sich Kilian und Habersaat derart weit aus dem Fenster lehnen, um mit populistischen Manövern vom Versagen der eigenen Leute abzulenken.

 

Die Landesregierung hat frühzeitig eine Impfinfrastruktur geschaffen, mit der die Menschen zügig und innerhalb zumutbarer Wege hätten geimpft werden können. Da der Bund bei der Menge der Impfdosen viel versprochen, aber wenig eingehalten hat, musste die Terminvergabe leider kurzfristig landesweit zunächst auf 15 von 28 Impfzentren konzentriert werden.

 

Der Kreis Stormarn ist grundsätzlich mit drei Impfzentren im Vergleich gut aufgestellt und hat über die Lage dieser Zentren auch maßgeblich selbst bestimmt. Wenn aber nun, wie gesagt, zu wenig Impfdosen da sind, ist es organisatorisch mehr als schwierig, dieses Wenige sinnvoll auf drei Standorte zu verteilen - geschweige denn auf alle 28 im Land.

 

Wenn Lukas Kilian jetzt also fordert, das Terminvergabesystem kurzfristig und ohne zusätzlichen Impfstoff auf ein weiteres Impfzentrum umzustellen, dann chaotisiert er lediglich das Verfahren für alle. Zumal die Öffnung der 13 zusätzlichen Impfzentren am 1. März bereits angekündigt ist und dort nach dem Start mit dem Impfstoff von AstraZeneca auch ab dem 15. März die mRNA-Impfstoffe für die älteren Mitbürger angeboten werden. Zudem ignoriert er auch die Bemühungen seines Landrates, gemeinsam mit dem Land bis dahin nach konstruktiven Lösungen, wie auch beispielsweise zur Beförderung, zu suchen.

 

Die Landesregierung setzt sich für pragmatische Lösungen ein, die die Menschen nicht verunsichern, sondern echte Abhilfe schaffen. Statt im Land für noch mehr Ärger und Verunsicherung zu sorgen, sollten die Landtagsabgeordneten Lukas Kilian und Martin Habersaat ihr Engagement lieber auf die eigenen Leute Richtung Berlin richten.

Bis dahin braucht es Verantwortungsbewusstsein und eine seriöse Kommunikation - vor allem aber noch mehr Impfstoff. Das wäre im Sinne der Menschen in Stormarn.“

 

V.i.S.d.P.: FDP Kreisverband Stormarn, Anita Klahn