THEMA: UMWELT

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Mit Augenmaß und Vernunft!
Die FDP setzt in Sachen Klimaschutz auf regionale Energieversorgung und Eigenverant-wortung. Kommunale Stadtwerke, aber auch private Investoren, sollen die benötigte Energie aus effizienten (Blockheizkraftwerke) und/oder regenerativen Quellen möglichst vor Ort produzieren.

 

Augenmaß und Vernunft müssen aber gerade in diesem Bereich wieder stärker beachtet werden. Die durch neue Biogasanlagen entstandenen erheblichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt zeigen, dass gut gemeint nicht gut gemacht bedeutet. Deshalb fordert die FDP im Biogasbereich ein konsequentes Umsteuern.

 

Die FDP setzt sich deshalb dafür ein, dass Biogasanlagen über den Regionalplan geordnet und begrenzt werden, wenn diese mit Energiepflanzen wie z.B. Mais betrieben werden. Die Umweltbelastungen durch Monokultur, durch intensives Düngen mit Gülle und der entstehenden Nitratbelastung des Grundwassers, durch den hohen Pestizideinsatz und durch den hohen Verbrauch von Dieselkraftstoff bei der Bestellung und der „Pflege“ derÄcker sowie bei dem Erntevorgang machen deutlich, dass die Belastungen für Umwelt und Natur nicht mehr hingenommen werden kann.

 

Der Nutzen dieser Energieerzeugung muss im Verhältnis zur Belastung erheblich in Zweifel gezogen werden. Standorte für die Energiegewinnung sollten deshalb nur noch dann zugelassen werden, wenn weitgehend Abfallprodukte einschließlich Gülle für die Energiegewinnung eingesetzt werden.

 

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Heute geplante Windenergieanlagen verfügen über eine Gesamthöhe bis zu 200 m.
Die FDP steht zu umweltfreundlichen Windenergieanlagen, sofern deren Standorte nicht gewachsene Wohnsiedlungen und Naturräume in unzumutbarer Weise beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die neuen, noch höheren Windkraftanlagen, nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen deutlich größere und gesundheitsschädliche Schallimmissionen verursachen. Deshalb sollte, soweit rechtlich durchsetzbar, 
der Abstand zur Wohnbebauung, schon wie von der FDP im Landtagswahlprogramm gefordert, deutlich vergrößert werden. Die Unversehrtheit der menschlichen Gesundheit hat absoluten Vorrang.

 

Darüber hinaus soll bei einem Konflikt zwischen neu zu errichtenden Windparks und Gewerbeansiedlung wie z.B. der Autohof in Hammoor die Gewerbeansiedlung bei Planungsentscheidungen den Vorrang haben.

 

Trotzdem sieht die FDP auch die Notwendigkeit überregionaler Energieversorgung. Um die Energiewende voranzutreiben, wird man auch auf kommunaler Ebene einen verstärktenStromleitungsbau akzeptieren müssen. Hierbei sind die Belastungen für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

 

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Die FDP verfolgt das Ziel, den CO2-Ausstoß in Stormarn weiter zu senken.

Gute Isolierungen, dämmende Fenster und moderne effektive Heizungs- und Warmwasseranlagen sind der Kern einer nachhaltigen Umwelt- und Energiepolitik, mit der dieses Ziel erreicht werden kann. Dies gilt auch für kreiseigene Gebäude, sofern sie noch nicht den Anforderungen genügen.

 

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Ökonomische und ökologische Abfallwirtschaft!
Im Bereich der Abfallwirtschaft wird weiterhin das Ziel verfolgt, die anfallende Müllmenge zu reduzieren. Der verbleibende Rest soll mit klar erkennbarem Nutzen für die Umwelt entsorgt werden. Aber auch hier sieht die FDP ihre besondere Aufgabe darin, dass die Entsorgung ökonomisch sinnvoll bleibt. Hier gilt ebenfalls: "Gut gemeint ist nicht gut gemacht". Nicht alles, was technisch machbar ist, muss dem Bürger zugemutet werden. Die FDP sieht die Gefahr, dass ein zu kompliziertes System die Bürger dazu bringt, es nicht mehr ernst zu nehmen.

 

Aber gerade die für den Umweltschutz so wichtige Mülltrennung ist entscheidend davon abhängig, dass der Bürger den Nutzen für sich und die Umwelt klar erkennt

In diesem Sinne setzt sich die FDP dafür ein, dass die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld ausgebaut wird, damit auch Klärschlamm verbrannt werden kann. Neben der thermischen Nutzung kann auch der Rohstoff Phosphor gewonnen werden. Bei dem Ausbau der Anlage ist konsequent darauf zu achten, dass nicht nur die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten sind, sondern die Emissionen der Anlage auf das technisch machbare reduziert werden.

 

Um nicht nur Verpackungsmittel des Grünen Punktes wiederzuverwerten, sondern auch andere Kunststoffe einem Verwertungskreislauf zuzuführen und bei widrigen Witterungs- verhältnissen ein Zerreißen der gelben Säcke zu vermeiden, unterstützen wir die Einführung einer Gelben Tonne.

 

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Nachnutzung von brachliegenden Gewerbegebieten!

Um der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken, setzt sich die FDP für eine konsequente und unter Einbeziehung der WAS (Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn) gesteuerte Vermarktung brachliegender Gewerbeflächen ein, um den Landschaftsverbrauch so niedrig

wie möglich zu halten.

 

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Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn

Die Bahn verbraucht im Güterverkehr aufgrund des Rad-Schiene-Systems nur 1/5 der Energie, den ein vergleichbarer LKW-Transport benötigt. Über 90 % des Bahngüterverkehrs werden mit elektrischer Energie abgewickelt, davon stammt fast 40 % des Stroms aus regenerierbarer Energie. Entsprechend gering ist im Verhältnis zum LKW-Transport auch der CO 2 Ausstoß. Im Verhältnis zum PKW belastet der LKW Straßen und Brücken 40.000 bis 60.000mal mehr. Die enormen Sanierungskosten der Straßen und der damit verbundene hohe Energieeinsatz mit entsprechender Schadstoffbelastung sind fast ausschließlich auf den LKW-Verkehr zurück zu führen.

 

Seit Anfang 2000 sind im Kreis Stormarn alle Ladestellen mit der Möglichkeiten, Güter auf die Schiene zu verladen, stillgelegt worden. Der letzte Gleisanschluss in Bad Oldesloe wurde 2017 stillgelegt, was über zusätzliche 700 LKW-Fahrten im Jahr an Mehrverkehr durch Deutschland zu Folge hat.

 

Es wird deshalb zur deutlichen Reduzierung des CO 2 Ausstoßes gefordert, dass der Kreis sich dafür einsetzt,

  •   die Bemühungen zur Reaktivierung des Gleisanschlusses in Bad Oldesloe zu unterstützen,

  •   im Kreis Stormarn ein modernes Güterverkehrszentrum zu errichten, um insbesondere Container und LKW-Trailer auf die Bahn zu verladen und

  •   die A 1 dadurch zu entlasten, dass Container und LKW-Trailer zwischen den Häfen Lübeck und Hamburg zukünftig per Bahnshuttle transportiert werden. Die entsprechenden Gleisanschlüsse und Verladevorrichtungen sind vorhanden.

  •   Der zusätzliche Güterverkehr auf der Schiene soll ausschließlich mit Waggons erfolgen, die über die sog. Flüsterbremsen verfügen.

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Verkehrsbelastung durch die feste Fehmarnbelt Querung

Nach Fertigstellung der Fehmarnbelt Querung wird mit einer deutlichen Steigerung des ICE-Verkehres und der Anzahl der Güterzüge gerechnet. Um die dadurch entstehenden Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner in Stormarn, insbesondere in Reinfeld, Bad Oldesloe, Bargte-heide und Ahrensburg auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, sind alle Möglichkeiten des aktiven und passiven Lärmschutzes und auch übergesetzliche Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen.

 

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Ausbau und Zuverlässigkeit des schienengebundenen ÖPNV

Die umweltfreundlichste Art Richtung Hamburg oder Lübeck zu pendeln, ist die Nutzung der vorhandenen, elektrifizierten Bahnverbindung. Ein großes Ärgernis für Pendler ist allerdings die Unzuverlässigkeit des Bahnbetriebes, die durch viele Verspätungen und Zugausfälle gekennzeichnet ist. Auch sind z.B. die Regionalexpresszüge vielfach in den Hauptverkehrs- zeiten überfüllt. Viele Pendler und potentielle Bahnnutzer fahren deshalb weiterhin mit dem PKW nach Hamburg oder Lübeck.

Wir fordern deshalb, dass sich der Landrat bei der Landesregierung dafür einsetzt, dass

  •   die Bahn sich intensiv damit auseinandersetzt, die Verspätungen und Zugausfälle z.B. durch Vorhaltung von Reservezügen und Ausarbeitung praktikabler und realistischer

    Notfallszenarien deutlich zu reduzieren,

  •   die Kapazität der Züge in den Stoßzeiten durch Verlängerung der Züge oder Einsatz weiterer Sprinter deutlich zu erhöhen und damit die Bahn attraktiver zu machen und

  •   bei der erneuten Ausschreibung und Vergabe des öffentlichen Nahverkehrs auf dieser Strecke die Verlässlichkeit des Bahnverkehrs ein Auswahlkriterium wird.

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Moderate Wohnbauflächenentwicklung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung.

Durch die Lage des Kreises Stormarn zu Hamburg droht bei ungesteuerter Entwicklung der Wohnbauflächen ein Bevölkerungswachstum, das zahlreiche negative Folgen nach sich zieht. Neben der Zerstörung von Naturraum seien hier im Besonderen der stark steigende Verkehr und die Überlastung von Infrastruktureinrichtungen wie Schulen und Kindertagestätten genannt. Wir setzen uns daher dafür ein, dass klare Ziele für die Wohnbauflächen- entwicklung im Kreis Stormarn formuliert werden, die eine zurückhaltende und moderate Ausweisung neuer Wohnbauflächen als Kern hat.

 

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Blühpflanzen als Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten

Insbesondere die Monokulturen mit dem hohen Dünger- und Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, aber auch die Umwandlung artenreicher Gärten in den Städten und Dörfern z.B. in Rasenflächen mit Lorbeer- oder Lebensbaumhecken führen dazu, dass es immer weniger Blühpflanzen gibt. Insekten wird damit der Lebensraum und ihre Nahrungsquelle genommen. Der Insektenbestand nimmt deshalb mit erheblichen Auswirkungen auf die Natur (Nahrung für Vögel) aber auch auf die Landwirtschaft (Befruchtung von Obstbäumen durch Bienen) deutlich und kontinuierlich ab.

 

Die FDP fordert deshalb, dass Grünflächen, die im Besitz des Kreises sind wie z.B. die Randstreifen an den Kreisstraßen, genutzt werden, um dort zielgerichtet Nahrungspflanzen für Insekten einzusäen. Vorgeschlagen wird ein Pilotvorhaben, um die Wirkung und den unterUmsständen zusätzlichen Aufwand festzustellen. Nach der Evaluation des Projektes sollte daraus ein weiterführendes Konzept entwickelt werden, um nachhaltig neuen Lebensraum und Nahrungsquellen für Insekten zu schaffen.